Zeitungsausschnitt Waldkirch

 

29 Meter Brücke an einem Stück

 

Eine ganze Brücke am Kranhaken – das sieht man nicht alle Tage. Am Dienstagvormittag wurde in Waldkirch der neue Jungfernsteg angeliefert. Bis Ende September sollen die jetzt noch notwendigen Bauarbeiten an den Rampen fertig sein.

29 Meter lang, zwei Meter breit und 7,5 Tonnen schwer ist der neue Jungfernsteg. | Foto: Eberhard Weiß

WALDKIRCH. Schon kurz nach sieben Uhr am Dienstagmorgen fuhr der über 30 Meter lange Lkw mit dem neuen Steg vom Rettungszentrum her in die Elzstraße ein. Nachts um zwei Uhr war er in Engen/Welschingen bei der Metallbau Glück losgefahren. Die Verkehrsbehörde schrieb die Fahrt über die Autobahn Stuttgart – Karlsruhe – Freiburg vor, da die Benutzung der Bundesstraßen durch das Höllen- oder Simonswäldertal nicht möglich war. Um sechs Uhr, so die Vorschrift, musste das Fahrzeug die Autobahn wieder verlassen haben. Gleich im Gefolge kam auch der große Kranwagen einer Freiburger Firma.

In einer Viertelstunde fertig

Nach einer Stunde war der Kran aufgestellt und gesichert und innerhalb einer Viertelstunde lag der neue, 29 Meter lange, zwei Meter breite und 7,5 Tonnen wiegende leicht gekrümmte Aluminiumsteg auf den Lagern. Nach kurzem "Zurechtrücken" konnte Werner Glück, der Inhaber und Geschäftsführer der Metallbau Glück, das OK geben. Es ist die 170. Brücke, die seine Firma, der Weltmarktführer im Bau von Aluminiumbrücken für Fußgänger und Radfahrer, in fünf Jahren gebaut hatte. "Sie ist wartungsfrei und hält hundert Jahre", sagte er "und der aufgebrachte Belag bei guter Pflege auch fünfzig Jahre".

Letzte Arbeiten bis Anfang Oktober

"Jetzt müssen die Versorgungsleitungen, die unter der alten Holzbrücke installiert waren, in den vorbereiteten Leerrohre installiert und die Aufgänge und Rampen für die Fahrrad- und Rollstuhlfahrer fertiggestellt werden", sagte Tobias Brenzinger, der Leiter der Abteilung Tiefbau im städtischen Bauamt. Wegen möglicher "hundertjähriger" Hochwasser musste die neue Brücke auf der Kastelbergseite um 80 Zentimeter, auf der Seite Elzstraße um 60 Zentimeter höher gelegt werden. Tobias Brenzinger hofft, dass die Arbeiten bis Monatsende erledigt sind und die Brücke für Fußgänger, Rad- und Rollstuhlfahrer freigegeben wird. Die gesamten Brückenbauarbeiten werden mit 150 000 Euro veranschlagt, die Brücke selbst kostet 80 000 Euro.

Zeitungsausschnitt Lahr

 

ABGEBAUT

 

| Foto: Heidi Foessel

ABGEBAUT wurde in der Nacht zum Sonntag die Hursterhofbrücke in Lahr (links). Die Bahnlinie war während der minutiös geplanten Arbeiten gesperrt, das Gebiet abgesperrt, dennoch beobachteten aus der Ferne einige Schaulustige die aufwändigen Arbeiten. Nach dem Abbau der alten, wurde gleich die neue Alu-Brücke eingesetzt (rechts).

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